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Pflanzliche Nahrung

Pflanzliche Nahrung spielt im Nahrungsspektrum von schmalköpfigen Weibchen eine wichtige Rolle. Bei hohen Temperaturen fressen diese Weibchen große Mengen Pflanzliches. Männliche Höckerschildkröten sind hingegen nicht so besonders abhängig davon, das gleiche gilt für großköpfige Weibchen.

 

Wo bekommt man Wasserpflanzen her? Das ist gar nicht so einfach. Käufliche Wasserpflanzen für Aquarien werden auf Dauer jedenfalls zu teuer. Mit etwas Glück kann man aus einem natürlichen Gewässer regelmäßig Wasserpflanzen abfischen. Besitztümer müssen dabei natürlich klar sein. Eine weitere Möglichkeit bietet Ebay, dort werden des Öfteren schnellwüchsige Wasserpflanzen für Teiche in größeren Mengen angeboten. Mancher Aquarianer bietet seine überschüssigen Wasserpflanzen in Schildkrötenforen oder Schildkröten-Facebook-Gruppen an. Sonst bleibt nur der eigene Gartenteich oder eine kleine Wasserpflanzenzucht.

 

Wie klappt eine Wasserpflanzenzucht am einfachsten? Man braucht nur eine Mörtelwanne (Bottich) mit Wasser, den man auf den Balkon oder die Terrasse stellt. Am besten nicht direkt in die Sonne, sondern eher schattig, sonst heizt er sich zu stark auf. Die gängigsten Wasserpflanzen können dort problemlos vermehrt werden. Als Dünger empfiehlt sich etwas ungedüngte (Blumen)Erde. Ab und zu umrühren,  mehr muss man nicht machen. Natürlich erzielt so eine kleine Wasserpflanzenzucht nicht ausreichende Mengen für fünf Graptemys-Weibchen, aber für wenige Männchen oder ein Weibchen wird es reichen.

 

Wie auch beim Lebendfutter sind Wasserpflanzen aus einem natürlichen Gewässer zur Stärkung des Immunsystems eher zu empfehlen, als Wasserpflanzen aus einem sterilen Aquarium.

Wasserlinsen:

 

Sind besonders beliebt und werden fast von jeder Graptemys gerne gefressen, auch von Jungtieren und Männchen. Außerdem können sie mit der oben beschriebenen Methode einfach und ertragreich vermehrt werden.

Wasserpest:

 

Wird von den meisten schmalköpfigen Weibchen genauso gerne gefressen wie Wasserlinsen.

Algen:

 

Es gibt so viele verschieden Arten von Grünalgen, dass man nicht genau sagen kann, welche am liebsten von Höckerschildkröten gefressen wird. Deshalb sind es meistens die Arten, die man kaum mehr im Aquarium findet. Dagegen werden manche andere Algen nicht so gerne angenommen.

Muschelblumen:

 

Werden erst dann gefressen, wenn keine Wasserlinse oder Wasserpest mehr vorhanden ist.

Hornkraut:

 

Kann sein, dass es gefressen wird oder auch nicht. Der Hunger der Schildkröten muss aber schon sehr groß sein.

Die hier beschriebenen Wasserpflanzen sind natürlich nur eine kleine Auswahl aus dem großen Wasserpflanzensortiment. Klar ist, dass irgendwann jede Pflanze gefressen wird, wenn der Hunger auch groß genug ist. Die meisten Wasserpflanzen sind allerdings viel teurer und wachsen viel langsamer als diejenigen, die ich hier angeführt habe.

Ersatz für Wasserpflanzen:

 

Mit etwas Geduld bringt man seine Schildkröten so weit, dass sie Wildkräuter annehmen. Löwenzahn bietet sich hier gut an, weil er sehr Kalziumreich ist.

Pflanzliches Fertigfutter:

 

Wer überhaupt keine Möglichkeit hat an Wasserpflanzen zu kommen, der kann auf pflanzenreiche Sticks oder Pellets zurückgreifen. Als Ersatz sollte es trotzdem nicht betrachtet werden, denn diese enthalten mehr oder weniger viele Inhaltstoffe, die nicht wirklich im natürlichen Nahrungsspektrum der Schildkröten stehen. Darunter sind beispielsweise: Maisstärke, Weizenkleber und Weizenmehl.

Sera reptil Professional Herbivor:

Spirulina Sticks:

Algentabletten:

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Abgabetiere

Befruchtete Eier von Graptemys nigrinoda, Graptemys oculifera, Graptemys flavimaculata und Graptemys gibbonsi  liegen im Inkubator. Weitere Infos gibt´s auf der Seite Eigene Nachzuchten.